Workshop-Einheit I
Einführung Basic I (Dennis Haase)
Autorität durch Beziehung. Einführung in das Konzept der Elterlichen und Professionellen Präsenz und den Gewaltlosen Widerstand
Der Workshop wendet sich an TeilnehmerInnen, die noch nicht oder wenig mit Konzept und Haltung des Gewaltlosen Widerstands und der Elterlichen und (Professionellen) Präsenz vertraut sind. Vermittelt werden eine Einführung in die Geschichte und Grundhaltung des Konzepts sowie ein Überblick über die aktuellen Praxisfelder des Gewaltlosen Widerstands. Nach einem Überblick über wesentliche Interventionsschritte werden Muster der Eskalation sowie Deeskalationsmöglichkeiten knapp skizziert und Interventionsschritte (Beziehungsgesten, Ankündigung, Herstellen von Öffentlichkeit, Sit-in) an konkreten Beispielen erläutert und diskutiert.
Dennis Haase, Wunstorf
Diplom-Sozialpädagoge, Systemischer Familientherapeut (IFW/SG), Systemischer Supervisor (IFW/SG), Systemischer Elterncoach (IFW), Psychotherapeut (ECP), Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am KRH Wunstorf und in freier Praxis, Mitglied im Kompetenznetzwerk Systemisches Elterncoaching am Institut für Familientherapie Weinheim. Arbeitsschwerpunkte: Systemisches Coaching für Kinder und Jugendliche, Konzepte im Umgang mit Schulvermeidung.
(Basic II siehe Workshopeinheit II)
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Supervision (Ilke Crone, Martin Solty)
Die Erfahrungen in der Umsetzung der Ideen des Gewaltlosen Widerstandes machen immer wieder deutlich - „die Verführung (des Teufels) steckt im Detail". In bester Absicht formulierte Ankündigen werden zu Einladungen zum Machtkampf, Beziehungsgesten werden zu „Bestechungsversuchen" (oder als solche verstanden), Hartnäckigkeit und Standhalten werden zu „Gewaltausübung".
Der Workshop bietet Gelegenheit, eigene (Grenz)-erfahrungen und Praxisfälle oder knifflige Fragen einzubringen und gemeinsam zu reflektieren.
Ilke Crone, Bremen
Diplom-Psychologin, Systemische Familientherapeutin (SG), Systemische Supervisorin IFW, SG), Lehrtherapeutin am Bremer Institut für systemische Therapie und Supervision (SG), freie Praxis.
Martin Solty, Unna
Diplom-Sozialarbeiter, Erziehungsberatungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern in Herne mit Schwerpunkt systemische Familienberatung und Therapie. Eigene Praxis für Familienberatung und Therapie.
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Körperliche Präsenz und Zentrierung
Körperpräsenz und Positionierung
Starke Präsenz und Standfestigkeit (Liane Stephan, Bruno Körner)
In diesem Workshop können praktische analoge Übungen und Interventionen und ihre konkrete Anwendung im Beratungssetting kennengelernt werden. Sie helfen Eltern, Lehrern oder anderen Professionellen, in eskalierenden Situationen präsent zu bleiben und sich in ein fühlbares Gleichgewicht zu bringen, um Standpunkte entwickeln und einnehmen zu können.
Körperliche Präsenz und Zentrierung können als Grundvoraussetzung angesehen werden, um sich „seiner Selbst" sicher zu sein und schwierigen Situationen mutig begegnen zu können, ohne sich in Eskalationen hineinziehen zu lassen. Der „Vertragspartner Körper" wird als Feedbackinstrument und als Informationsressource kennen- und nutzen gelernt, um entstandenen Druck in konstruktive Kräfte (Stimme, Energien, Ideen, Gefühle) umzuwandeln. Analoge Interventionen können helfen, endlose verbale, oft redundante Kommunikationsschleifen zu unterbrechen und auf anderen Ebenen mit sich in Kontakt, ins Spüren und somit zur Präsenz zu kommen.
Liane Stephan, Bergisch Gladbach
Diplom-Sportwissenschaftlerin, Theaterpädagogin, Heilpraktikerin. Systemische Familientherapeutin (SG) Systemische Supervisorin (IFW,SG) Integrative Bewegungstherapeutin (FPI) In freier Praxis beratend tätig
Bruno Körner, Würzburg
Diplom-Sozialpädagoge (FH), Systemischer Therapeut (IFW,SG). Mehrjährige Tätigkeit in der ambulanten und stationären Jugendhilfe. Freiberufliche Tätigkeit im Bereich Coaching. Dozent für den Fachbereich Elterncoaching am Institut für Familientherapie in Weinheim, Ausbildung und Entwicklung e. V. Tätigkeit an Fort- und Ausbildungsinstituten.
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Grundlagen: Wie Eltern ihre Präsenz finden können (Barbara Ollefs, Martin Lemme)
Viele Eltern geraten in der erzieherischen Auseinandersetzung mit ihren Kindern in Situationen großer Hilflosigkeit. Destruktive Verhaltensweisen, machtvoll erlebte Krankheiten oder auch selbstschädigendes Verhalten werden als Umstände erlebt, die ihnen die Handlungsfähigkeit nehmen und ihre Präsenz verlieren lassen. In der Praxis des Systemischen Elterncoachings hat sich gezeigt, dass das Erleben, wieder sinnvoll und aktiv handeln zu können, diesen Eltern Wege aus ihrer belasteten Situation heraus ermöglicht. Der Workshop zeigt analog zur Einführung in das Curriculum des Systemischen Elterncoachings, welche Haltungen und Methoden BeraterInnen und TherapeutInnen Eltern vermitteln können, um wieder in die Erfahrung eigener Präsenz zu kommen. Anhand von Fallbeispielen sollen mittels praktischer Übungen Möglichkeiten der Umsetzung aufgezeigt werden.
Barbara Ollefs, Osnabrück
Dr. phil. Dipl.-Psych., Systemische Familientherapeutin und Systemische Supervisorin (IFW), Triple-P Trainerin und Psychodiabetologin (DDG) i.A. Langjährige Erfahrungen in der Pädiatrie am Kinderhospital Osnabrück in der familienmedizinischen Betreuung von asthma- und diabetesbetroffenen Kindern und Jugendlichen sowie in der Neonatologie. Lehr- und Supervisionstätigkeiten u.a. an der Psychologischen Fakultät der Universität Osnabrück und Psychotherapeutischen Ausbildungsinstituten. Forschungstätigkeiten, Promotion und verschiedene Veröffentlichungen zum Thema „Elterncoaching im gewaltlosen Widerstand". Dozentin für den Fachbereich Elterncoaching am Institut für Familientherapie in Weinheim, Ausbildung und Entwicklung e. V. Tätigkeit an Fort- und Ausbildungsinstituten.
Martin Lemme, Osnabrück
Dipl.-Psych., Psychol. Psychotherapeut, Verhaltenstherapeut, Systemischer Therapeut (IFW), Systemischer Supervisor und Systemischer Elterncoach (IFW).
Eigene Praxis m. KV-Zulassung f. Ki, Ju, Erw. + Gruppen in Bramsche (b. Os). Langjährige Erfahrung in der Jugendhilfe. Systemisches Elterncoaching in Schule, Jugendhilfe und Öffentlichem Raum, Aufstellungsarbeit und Energetische Psychotherapie. Dozent für Systemisches Elterncoaching am Institut für Familientherapie in Weinheim, Ausbildung und Entwicklung e. V., Tätigkeit an Fort- und Ausbildungsinstituten.
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Arbeit mit jungen Eltern: Präsenz rund um die Geburt (Petra Girolstein)
Auch „junge Eltern" haben manchmal Schwierigkeiten, ihren Platz gegenüber ihrem Baby oder Kleinkind zu finden. Fehlende Modelle verunsichern bei der Frage „Was ist richtig?" und eigene Bedürftigkeiten verdecken den Blick auf das, was das Kind braucht. Unterstützung wird in dieser Phase oftmals nicht angenommen - wenn sie denn angeboten wird. Wie können Mütter und Väter beraten und begleitet werden, die „frühe Hilflosigkeit" zu bewältigen und damit späteren Beziehungs- und Entwicklungsproblemen vorzubeugen? Präsenz spielt hier auf zwei Ebenen eine Rolle: bei der Haltung der professionellen Berater sowie in Bezug auf das Beziehungsangebot der frischen Eltern an ihr Kind. Aus der Erfahrung der Arbeit mit Hebammen, Kinderkrippen, Frühberatungsstellen und jungen Eltern werden Thesen und Überlegungen formuliert, die erste Schritte zu eine präsenten Begleitung junger Familien ermöglichen sollen.
Petra Girolstein, Alsbach bei Darmstadt
Dipl.-Sozialpädagogin, M.A. Personalentwicklung. Systemische Therapeutin, Supervisorin, Weiterbildnerin und Coach. Arbeit in freier Praxis.
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Wenn kindliches Verhalten der Gesundheit schadet ...
Elterliche Präsenz und (neue?) Autorität bei chronischer Erkrankung (Angela Eberding)
Kinder können mit bestimmten Verhaltensweisen ihre Gesundheit nachhaltig schädigen. So kann z. B. Ernährungs- und/oder Freizeitverhalten eine Adipositas (starke Fettleibigkeit) oder Obstipation (Verstopfung meist verbunden mit Einkoten) hervorrufen und erhalten. Eltern, die ihre Kinder mit diesen chronischen Erkrankungen in einer Klinik vorstellen, haben meist schon vieles ohne Erfolg probiert. Sie fühlen sich hilf- und machtlos.
Im Workshop werden anhand von Fallbeispielen Interventionen des Gewaltlosen Widerstandes (wie z. B. Trennung von kindlichem Verhalten und Person, Ankündigungen, Beziehungsgesten) vorgestellt, die dazu geeignet sind, die elterliche Präsenz und Autorität wieder herzustellen und gesundheitsschädigendes Verhalten der Kinder seltener auftreten zu lassen.
Angela Eberding, Osnabrück
Dr. phil. Diplom-Pädagogin. Systemische Familientherapeutin und Supervisorin (IFW, SG), Systemischer Elterncoach (IFW), Asthmatrainerin, Adipositasdozentin und -trainerin. Im Kinderhospital Osnabrück und in freier Praxis tätig.
Ängstliche Kinder (Eli R. Leibowitz)
Forum Presentation:
I will examine the issue of childhood anxiety and the role of parents in helping children to overcome their fears. Ways in which parents can offer support for their anxious children will be discussed, I will investigate situations in which a child's fear becomes the central axis around which the life of an entire family revolves and will take a sober look at the delicate issue of cooperation between the parents themselves. The idea of parent's "Personal Boundaries" will be central to the conceptualization.
Workshop:
After the frontal lecture participants will have an opportunity to experience the challenging therapeutic situation of constructive parental counseling for childhood anxiety disorders. Some true to life role-play simulations will allow participants to get a feel of both the therapist's and the parent's experience.
Eli R. Leibowitz
Schneider Kinder Krankenhaus - Petah Tikvah, Israel
