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Tagung: Stärke statt Macht

Das Konzept der „Neuen Autorität“ - in der Familie, in der Schule und auf der Straße

Stärke statt Macht

Vierte Osnabrücker Tagung zur Elterlichen und Professionellen Präsenz

vom 19. bis 21. März 2009 im Schloss Osnabrück
Hauptgebäude der Universität, Neuer Graben

Eine Tagung mit: Haim Omer, Arist v. Schlippe, Michael Grabbe, Jürgen Kriz und vielen anderen

Seit mehr als zehn Jahren befasst Haim Omer, Professor für Klinische Psychologie an der Universität Tel Aviv, sich mit der Frage, wie das Denken und Handeln des „Gewaltlosen Widerstands“ sich in die Beratungsarbeit integrieren lässt. Ausgehend von der Arbeit mit Eltern, die sich ihren Kindern gegenüber hilflos fühlen, ja, sich vor ihnen fürchten, ist in der Zusammenarbeit von Haim Omer und Arist v. Schlippe ein Konzept entstanden, das in Deutschland unter der Bezeichnung „Elterncoaching“ bekannt geworden ist. Der Begriff „Neue Autorität“ wurde in diesem Zusammenhang von Haim Omer geprägt, um ein verändertes (und sich veränderndes) Selbstverständnis von Autorität zu skizzieren. Während das letzte Jahrhundert im Zeichen eines zunehmenden Verfalls herkömmlicher Bilder von Autorität stand, bis hin zu einer Infragestellung jeglicher ihrer Formen, basiert eine „neue Autorität“ auf völlig anderen Bildern und Prämissen: Im Zentrum dieses neuen Denkens steht der Begriff der Präsenz.

Im Elternhaus, in der Schule, in der Öffentlichkeit wie in Unternehmen: stets geht es darum, eine Form von „Anwesenheit“ und „Dasein“ zu verwirklichen, die nicht (primär) auf Macht und Durchsetzung gegründet ist, sondern auf Beziehung und Kooperation – und die damit Bindung ermöglicht. Die aus dem Konzept hergeleiteten Interventionsmöglichkeiten zielen darauf ab, verlorengegangene Präsenz wieder herzustellen und damit auch verlorengegangene Bindungen zu erneuern oder neu aufzubauen. Damit fokussiert „Neue Autorität“ auf etwas grundsätzlich anderes als Kontrolle, Durchsetzung oder Macht, nämlich auf Verbundenheit.

Die Tagung stellt verschiedene Facetten zur Diskussion, in denen die „Neue Autorität“ sich zeigt. Zugleich geht es darum, den „Stand der Kunst“ im systemischen Elterncoaching zu reflektieren.

Formate

  • Vorträge und Diskussionen zu Einführung und Vertiefung
  • Foren zu Themenbereichen und Feldern, in denen „Neue Autorität“ sich realisiert
  • Workshops: Umsetzung und Anwendung der Konzepte in der Praxis
Seminar-Nr.
Datum/Leitung/Ort

Teilnahmegebühr
EC50.09Dieses Seminar ist zurzeit nicht buchbar.


Möglichkeiten von Tageskarten und Reduktionen sind in der Geschäftsstelle zu erfragen.

Referentinnen und Referenten

  • Ilke Crone, Bremen
  • Dr. Angela Eberding, Osnabrück
  • Gabriele Engel, Neustadt
  • Ursula Engelking, Versmold
  • Mechtild Freitag, Osnabrück
  • Petra Girolstein, Alsbach
  • Michael Grabbe, Melle
  • Dennis Haase, Wunstorf
  • Kerstin Horngacher, Osnabrück
  • Prof. Dr. Joachim Kersten, Deutsche Hochschule der Polizei, Münster
  • Ursula Klotmann, Neustadt
  • Bruno Körner, Würzburg
  • Prof. Dr. Jürgen Kriz, Universität Osnabrück
  • Eli R. Leibowitz, Schneider Kinder Krankenhaus – Petah Tikvah, Israel
  • Martin Lemme, Bramsche
  • Dr. Barbara Ollefs, Osnabrück
  • Prof. Dr. Haim Omer, Universität Tel Aviv
  • Susanne Quistorp, Zürich
  • Prof. Dr. Arist v. Schlippe, Universität Witten/Herdecke
  • Irit Shor-Sapir, Schneider Kinder Krankenhaus – Petah Tikvah, Israel
  • Marlene Stelte-Schmökel, Bielefeld
  • Liane Stephan, Bergisch Gladbach
  • Martin Solty, Unna
  • Claudia Terrahe-Hecking, Hamm
  • Ruth Tillner, Osnabrück
  • Frank Untiedt, Hamburg
  • Elisabeth Uschold-Meier, Würzburg
  • Susanne Wüstefeld-Dreier, Osnabrück

Donnerstag, 19.3.2009



9.00 h


Eröffnung des Tagungsbüros
, Check-In


10.00 h


Eröffnung, Begrüßung


10.15 h


Einführung:
Arist v. Schlippe: Stärke, Macht – oder etwas ganz anderes?


10.45 h


Vortrag:
Haim Omer: Die neue Autorität: Ein integrierendes Konzept


12.00 h


Reflektierender Dialog zum Vortrag:
Michael Grabbe, Arist v. Schlippe, Jürgen Kriz


12.30 h


Mittagspause
(mit dem Tagungsausweis kann die Mensa besucht werden – ca. 2–3 Min. entfernt, s. Restaurantliste in Tagungsmappe)


ab 14 h


Parallel zum Kongressprogramm:
Postersession zu Projekten und Erfahrungen


14.00 h


Parallele Foren
(jeweils 2–3 Vorträge zu je 20 Min. plus 10 Min. Diskussion)




Forum A: „Besondere“ Kinder
Chair: Bruno Körner, Eli R. Leibowitz, Liane Stephan, Elisabeth Uschold-Meier



Forum B: Der Ansatz des Gewaltlosen Widerstands im Spiegel der Forschungsergebnisse
Chair: Jürgen Kriz, Barbara Ollefs, Haim Omer, Arist v. Schlippe


15.30 h


Kaffeepause


16.00 h


Workshopeinheit I

  • Basics I – Einführung in das Konzept der Elterlichen Präsenz und des Gewaltlosen Widerstands (für Interessenten ohne Vorkenntnisse)
    (Dennis Haase)
  • Basics II (Martin Solty)
  • Supervision (Ilke Crone)
  • Körperliche Präsenz und Zentrierung (Liane Stephan, Bruno Körner)
  • Grundlagen: Wie Eltern ihre Präsenz finden können (Barbara Ollefs, Martin Lemme)
  • Arbeit mit jungen Eltern: Präsenz rund um die Geburt (Petra Girolstein)
  • Wenn kindliches Verhalten der Gesundheit schadet... Elterliche Präsenz
  • und (neue) Autorität bei chronischer Erkrankung (Angela Eberding)
  • Ängstliche Kinder (Eli R. Leibowitz)

 


18.15 h


Öffentlicher Vortrag:
Haim Omer: Die neue Autorität in der Schule
(Einlass ab 18.00 h, Ende 19.15 h)


19.15 h


Tagesabschluss:
... auf ein Gläs’chen!

 



Freitag, 20.3.2009


9.00 h


Eröffnung:
Michael Grabbe und Arist v. Schlippe


9.30 h


Vortrag:
Haim Omer: Neue Autorität auf der Straße


10.45 h


Kaffeepause


11.15 h


Vortrag:
Michael Grabbe: Wenn Eltern nicht mehr wollen...


12.30 h


Mittagspause


ab 14 h


Parallel zum Kongressprogramm:
Postersession zu Projekten und Erfahrungen


14.00 h


Workshopeinheit II

  • Stärke statt Macht. Professionelle Präsenz und Gewaltloser Widerstand in
    stationärer Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie (Dennis Haase)
  • Basics I – Einführung in das Konzept der Elterlichen Präsenz und des Gewalt-
    losen Widerstands (für Interessenten ohne Vorkenntnisse) (Martin Solty)
  • Supervision (Petra Girolstein)
  • Starker Lebensraum Schule (Kerstin Horngacher, Susanne Wüstefeld-
    Dreier, Mechtild Freitag)
  • Vertiefung: „In die Tiefe gehen – Möglichkeiten mit Zwangskontexten,
    komplexen Systemen und besonderen Zusammenhängen“ (Barbara Ollefs,
    Martin Lemme, Bruno Körner)
  • Geschlechterperspektive und Elterliche Präsenz (Claudia Terrahe-Hecking,
    Marlene Stelte-Schmökel)
  • Schulverweigerung (Irit Shor-Sapir)
  • Elterliche Stärke durch die Kraft der Rolle – Das Familienhaus
    (Gabriele Engel, Ursula Klotmann)
  • Ankündigung einer Ankündigung (Ruth Tillner)


16.00 h


Kaffeepause


16.30 h

 

Parallele Foren




Forum C: „Neue Autorität“ in der Schule
Chair: Martin Lemme
Irit Shor-Sapir, Barbara Bleibaum, Sabine Speth, Ruth Tillner,
zwei weitere Lehrerinnen angefragt




Forum D: „Neue Autorität“ in Management und Organisation
Chair: Arist v. Schlippe
Susanne Quistorp, Ilke Crone, Petra Girolstein



Forum E: Mit Eltern ins Gespräch kommen
Chair: Michael Grabbe
Ursula Engelking, Frank Untiedt


20.30 h


Wir laden ein: Weber-Beckmann „Du mich auch“ (Musikkabarett)

 



Samstag, 21.3.2009


9.00 h


Vortrag:
Joachim Kersten: „Die Währung heißt Respekt“ oder:
„Der Kick und die Ehre – vom Sinn jugendlicher Gewalt“


10.30 h


Kaffeepause


11.00 h


Vortrag:
Jürgen Kriz: Kritische Gedanken zum Gewaltlosen Widerstand


11.45 h


Offene Plenardiskussion
zur Thematik der Tagung


12.30 h


Mittagspause


14.00 h


Nachtrag:
Michael Grabbe: „Die besondere Ankündigung – weil ich es
mir wert bin“


14.30 h


Vortrag:
Haim Omer: Eine wirksame Alternative zu Sanktionen und
Strafen: Die Rolle von Wiedergutmachung in kleinen und großen
Konflikten


16.00 h


Abschluss

 

 

Institut für Familientherapie Weinheim – Ausbildung und Entwicklung e.V.

Freiburger Straße 46 · 69469 Weinheim
Telefon: 06201/65952 · Telefax: 06201/183378
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in Kooperation mit dem Fachbereich
Humanwissenschaften der

Universität Osnabrück

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