Systhema - Heft 1 - 2006
Vorwort
Hans Schindler, S. 4
Originalbeiträge
Jim Wilson:
Woran erkennt man, ob ein Goldfisch weint? Wie man Bilder für therapeutische Geschichten mit Kindern findet
S. 5-13
Zusammenfassung:
Geschichten ermöglichen es uns, das Unsägliche auszusprechen. Unter Einbeziehung von systemischen, konstruktivistischen und narrativen Techniken zeigt dieser Aufsatz die Entwicklung einer therapeutischen Geschichte für eine Siebenjährige und ihre Mutter.
Abstract:
How can you tell when a goldfish cries? Finding the words in therapeutic stories with children Stories provide one way to say the unspeakable. Drawing on systemic, constructionist and narrative ideas, this paper offers a commentary upon the development of a therapeutic story for a seven year old child and her mother.
Hans Lieb, Ursula Tröscher-Hüfner:
Das Team als Austragungsort kindlicher / archaischer Gefühle: Von der unreflektierten Emotion zur professionellen Kooperation
S. 14-29
Zusammenfassung:
Die Palette emotional gesteuerter Teamdynamiken ist groß: Neid, Kränkung, innere Kündigung, sadistische Machtausübung, Rivalität, Sabotage.
In diesem Beitrag wird (1) dargelegt, wann Emotionen im Team destruktiv werden, (2) welchen Quellen sie entspringen, (3) wie ein selbstreflexiver Ansatz vom emotionalen Agieren zur professionellen Kooperation zurückführt und (4) mit welchen Interventionen Supervisoren oder Coachees emotional verstrickten Teams / Leitungen helfen können.
The team as a venue for childlike / archaic feelings: From an unreflected emotion to professional cooperation
Abstract:
The range of emotionally run dynamics in a team is substantial: envy, injury, an inner handing in of one's notice, authoritarian exercise of power, rivalry, sabotage.
This contribution will (1) expound under what circumstances emotions become destructive in a team, (2) out of which sources they arise, (3) how a self-reflective approach leads back from an emotional acting out to professional cooperation and (4) with what interventions respectively supervisors or coaches may help emotionally caught up teams / management.
Erfahrungsberichte
Brigitte Geupel:
Ver-Bindungen schaffen zwischen Mutter und Kind nach der Trennung der Eltern. Ein Beispiel aus der Kinderpsychotherapie.
S. 30-36
Zusammenfassung:
In meiner Praxis als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin lege ich einen Schwerpunkt auf das ressourcenorientierte Arbeiten. Hierbei lassen sich nach meiner Erfahrung verhaltenstherapeutische Methoden und systemisches Arbeiten gut miteinander verbinden. Dabei erlebe ich in der Arbeit mit den Eltern/Familien oft die Schwierigkeit, sich von vorgefestigten (abwertenden) Mustern und Bildern über das Kind und die Beziehung zu ihm zu befreien und die Ressourcen des Kindes/der Eltern/Familie zur Bewältigung des Problems zu entdecken und aktivieren. An einem Fallbeispiel will ich aufzeigen, wie die videounterstützte Elternarbeit nach dem Marte Meo-Konzept zur Ressourcenaktivierung beitragen und somit die psychotherapeutische Arbeit ergänzen kann.
Creating a bond between mother and child after the parents' separation. An example from a therapy for children
Abstract:
During my work as a therapist for children and young adults I concentrated on resource orientated therapy. In my experience this is a way to combine behaviouristic methods with systemic work. While working with the parents/families I experience the adults' difficulty to free themselves of preconceived (derogatory) patterns and images of the child and their relationship with the child and help to discover and activate resources of the child/parents/family.
I want to show in a case history how video-supported work with parents (Marte-Meo-Concept) can contribute to activate resources and thus completes the psycho-therapeutic work.
Olaf Düring:
„Ich habe immer mehr so ein Willkommensgefühl...“. Eine Fallbeschreibung zum Elterncoaching …
S. 37-42
Zusammenfassung:
In diesem Bericht aus der Praxis wird von einem Elterncoaching unter besonderen Bedingungen berichtet: Die Eltern leben getrennt. Trotz schwierigem Start ist dieser Prozess überraschend gut gelaufen. Der Bericht kann Mut machen, sich nicht von Anfangsschwierigkeiten beeindrucken zu lassen.
Abstract:
„Mostly I have such a feeling of being welcome…“ A case history of parents’ coaching in non-violent resistance in a family counselling centre
The following article reports a parents’ coaching under special conditions: the parents are separated. After a difficult start the work went surprisingly well. Thus this report may encourage to be not too impressed by initial difficulties.
Ursula Lävemann, Charlotte Strobl:
Eltern-Gruppen-Coaching, systemisch, lösungsorientiert, ressourcenorientiert
S. 43-51
Zusammenfassung:
Im Zentrum unseres Konzeptes stehen die Ressourcen der Eltern. Ziel ist es, das Erleben elterlicher Kompetenz und somit die Eltern-Kind-Beziehung zu stärken. Die TeilnehmerInnen erhalten sowohl Informationen über lösungsorientierte pädagogische Ansätze als auch die Möglichkeit, Lösungen für den eigenen Erziehungsalltag mit den anderen zu diskutieren, im Rollenspiel auszuprobieren und anhand von Videoaufnahmen zu reflektieren. Grundlage des „Experimentierens“ mit neuen Verhaltensmöglichkeiten sind die Stärken, die jede/r mitbringt, eventuell aber neu entdecken muss. Hierbei kommen spielerische Selbsterfahrungselemente mit kreativen Medien aus der Gestalttherapie zum Einsatz.
Parents-Group-Coaching, systemic, solution orientated, resources orientated
Abstract:
Our concept is focusing on the parents’ resources with the aim of experiencing parental competence und thus strengthening the parents-child-relationship. The participants receive information concerning solution orientated pedagogic work and get the opportunity to discuss with others solutions for their own daily work, to experience them in role-playing and reflect it after viewing videos. Fundamental for this „experimenting“ with new behaviour possibilities are their individual strength which are either contributed or have to be discovered. Playing skills in self experience with creative media from gestalt therapy are developed.
Ilke Crone:
Wenn sehen wichtiger ist als hören ... Erste Blicke auf einen besonderen Kontext
S. 52-62
Zusammenfassung:
In Bremen hat im Dezember 2005 der europaweit erste Grundkurs „Systemische Beratung für Familien, Paare und Einzelpersonen“ für eine gemischte Gruppe aus Gehörlosen und Hörenden begonnen. Die Gruppe besteht aus 17 TeilnehmerInnen - davon sechs gehörlos¹.
In diesem Bericht wagen wir erste Hypothesen zu Unterschieden, die möglicherweise einen Unterschied machen (oder auch gerade nicht), stellen uns methodischen und kontextuellen Fragen und geben den (Ein) Blick frei auf ein etwas anderes multikulturelles Feld systemischer Beratung.
When seeing is more important than hearing … First glances at a special context
Abstract:
In December 2005 in Bremen started the first European basic course „Systemic counselling for families, couples and singles“ for a mixed group of hearing and deaf people. The group has 17 participants, six of them are deaf.
In this article we try to make a first hypothesis concerning the differences, which possibly make a difference (or rather not), confront ourselves with methodical and contextual questions and open a view on a slightly different field of systemic counselling.
Diskussion
Barbara Ollefs, Wolfgang Loth:
Elterncoaching: Modus oder Mode? - Ein Briefwechsel zur Diskussion
S. 63-71
Abschied
2006: Abschied von Barbara Brink, Gudrun Popken-Gulyás und Ulla Tröscher-Hüfner aus dem Lehrtherapeutenteam des IFW - A & E
S. 72
Arist v.Schlippe:
Barbara Brink - ein Abschied
S. 73
Haja (Johann Jakob) Molter:
„Niemals geht man so ganz“ (Trude Herr).
Zum Abschied von Gudrun Popken-Gulyás
S. 76
Hans Lieb:
Ulla Tröscher-Hüfner: 1978 bis 2005 im IFW
S. 82
Interview mit Ulla Tröscher-Hüfner durch Cornelia Hennecke
S. 89
Nachruf
S. 97
Rezensionen
S. 99-123
Weinheimer Gespräch 2005
S. 124-126
Weinheimer Kontakte
S. 127-129
Termine / Veranstaltungen
S. 130-134

