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Systhema - Heft 1 - 2005

01-2005-Systhema

Vorwort

Ursel Winkler, S. 4

Originalbeiträge

Michael White:
Das Wiedereingliedern der verlorenen Beziehung bei erfolgreicher Trauerarbeit

S. 5-15

Zusammenfassung

Ergänzend zu der Vorstellung, dass erfolgreiche Trauerarbeit durch die Akzeptanz der Endgültigkeit des Verlustes charakterisiert ist, favorisiert der Autor den Ansatz des Wiedereingliederns der verlorenen Beziehung. Geleitet von der „saying-hullo“ Metapher werden zahlreiche Fragen gestellt, die es ausgeprägt trauernden Personen ermöglichen, ihre Beziehung zu einer verlorenen geliebten Person zurückzugewinnen. Am Beispiel von zwei Beratungsgesprächen wird die Wirkung der Fragen illustriert und differenziert erörtert. Abschließend werden Überlegungen zur Anwendung der „saying-hullo“ Metapher in anderen Beratungskontexten skizziert.

Abstract:

Complementary to a normative model of the grief process, that is characterized in the acceptance of the permanence of the loss, the author proposed the model of the incorporation of the lost relationship. Guided by the ‘saying-hullo’ metaphor a lot of questions are asked for opening up the possibility for persons experiencing ‘delayed grief’ to reclaim their relationship with the lost loved one. Two examples of consultation illustrate the effect of the questions and are discussed. Finally considerations of the use of the ‘saying-hullo’ metaphor in other applications are outlined.

Lorraine Hedtke:
Der Tanz mit dem Tod

S. 16-26

Zusammenfassung:

Über einen narrativen Zugang kann in Abgrenzung zu herkömmlichen Ansätzen von Trauerarbeit das Fortbestehen von Beziehungen auch über den Tod hinaus initiiert werden. Am Beispiel einer sich real lediglich über wenige Stunden erstreckenden Begleitung eines Sterbeprozesses eines im Koma liegenden Mannes wird mit der Ehefrau unter Einbeziehung von Freunden sowie der vermuteten Sichtweise der bereits verstorbenen Kinder eine Geschichte entworfen, die anstelle von Schwere und Kummer von Leichtigkeit, Humor und liebenswürdigen Erinnerungen geprägt ist.

Abstract:

A narrative approach shows a distinctive way to think of death and grieving and can be utilised to develop the relationships after death. The example of a only a few hours lasting accompaniment of the dying of a man, who was in a coma and unresponsive, illustrates the possibility of creating a positive story with the help of friends and the guessed view of the children, who have been died already. This story includes lightness, humour and sweet remembrances rather than heaviness and sorrow.

Peter Kaimer:
Lösungsfokussierung: Gedanken zu einem gemeindepsychologischen Handlungsprinzip innerhalb einer schulenübergreifenden Psychotherapie

S. 27-46

Zusammenfassung:

Die Umsetzung gemeindepsychologischer Prinzipien in der beraterischen und therapeutischen Arbeit ist lange Zeit eine Sache gewesen, für die sich jede/r sein Handwerkszeug selbst suchen oder (er)finden musste. Mit dem lösungsfokussierten Ansatz liegt ein didaktisch gut aufbereitetes Modell vor, welches sowohl mit gemeindepsychologischen Prinzipien weitgehend deckungsgleich ist als auch mit Ergebnissen aus der Psychotherapieforschung (spez. common factors, außertherapeutische Faktoren) harmoniert. Gemeindepsychologie und klinische Psychologie können über diesen Ansatz wieder etwas leichter zueinander in Beziehung gesetzt werden, wie das in früheren Zeiten für die Verhaltenstherapie der Fall war.

Abstract:

For a long time the use of principles for the work of counselors or psychotherapists coming from communitiy psychology was a matter where everybody had to look for or to invent his/her tools by her/himself. The solution focused approach offers a didactic well edited model, being congruent with principles of community psychology as well as being in harmony with the results of psychotherapeutic research (esp. common factors, extratherapeutic factors). Using this approach community psychology and clinical psychology may find a way of better relating to each other like it was the case with behaviour therapy in the sixties.

Erfahrungsbericht

Ulrike Juchmann:
Essstörungen im anderen (Mond-) Licht betrachtet...

Eine therapeutische Wohngruppe stellt sich vor

S. 47-58

Zusammenfassung:

Das Konzept der therapeutischen Wohngruppe Mondlicht für Mädchen und junge Frauen mit Essstörungen wird vorgestellt. Ausgangspunkt ist die Idee, eine Essstörung als Lösungsversuch in schwierigen Lebenssituationen zu sehen, wobei ein trifokaler, systemischer Ansatz die körperlichen, psychischen und interaktionellen Aspekte von Essstörungen ausgewogen berücksichtigt. Die daraus abgeleiteten Bausteine des Konzeptes umfassen die Kooperation mit einer Ärztin und Ernährungsberaterinnen, die Arbeit mit der Gruppe, Familientherapie, Einzeltherapie sowie Entspannungsangebote. Praxisbeispiele illustrieren das konkrete Vorgehen.

Eating disorders - seen in the light of the moon

Summary:

The concept of the therapeutic home „Moonlight“ for girls and young women with eating disorders is introduced. The basic idea is to understand an eating disorder as a solution in difficult situations. A trifocal approach pays attention to the physical, psychic and interactional aspects of eating disorders. The resulting issues of the concept entail: cooperation with a doctor and nutrition councellors, work with the group, family therapy, therapeutic single sessions and relaxation groups. Examples are illustrating the concrete procedure in practice.

Haja Molter zum 60. Geburtstag

Hans Schindler:
Ach, Haja ist sechzig geworden? Dann gratuliere ich von Herzen.

S. 59-60

Cornelia Tsirigotis:
Wie man ganz gut nicht ,nach jemand‘ arbeiten kann – Systemische Implementierungen in ein unerhörtes Arbeitsfeld.

Für Haja Molter zum 60. Geburtstag
S. 61-71

Diskussion

Daniela Beer:
Burnout als Berufsziel – Positionierung einer systemisch-konstruktivistischen Sozialarbeitswissenschaft

S. 72-82

Matthias Ochs:
Kinder in sehr schwierigen Lebenslagen – Resilienzforschung ermutigt

S. 83-85

Wolfgang Loth:
„Für systemische Therapie eröffnen sich neue Wege“

Glosse@Visionline
S. 86-92

Rezensionen

S. 93-111

Abschlussarbeiten-Börse

S. 112-113

Nachrichten/ Weinheimer Kontakte

S. 114-117

Termine / Veranstaltungen

S. 118-124

Register Jahrgang 2004, Band 18

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