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Systhema - Heft 2 - 2003

02-2003-Systhema

Vorwort

Hans Schindler - S. 116

Originalbeiträge

Imke Urmoneit:
„Systemische Familientherapie am Pferd“

S. 117–126

Zusammenfassung:

Seit ca. 10 Jahren arbeite ich in unterschiedlichen Kontexten mit geistig und/oder körperbehinderten, verhaltensauffälligen, entwicklungsverzögerten oder psychisch erkrankten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im heilpädagogischen Voltigieren und Reiten. Vor zwei Jahren habe ich mich mit einer „Praxis für therapeutisches Reiten und systemische Beratung“ selbstständig gemacht und verbinde dort das therapeutische Reiten mit der systemischen Beratung. Über diese Arbeit habe ich auch meine Abschlussarbeit zur systemischen Familientherapeutin geschrieben. Hier möchte ich einen kleinen Einblick in einige Aspekte meiner Arbeit und im Besonderen in den wertvollen Beitrag des Pferdes geben.

Summary:

This article describes the connection between therapeutical horse riding and systemic family therapy and counseling in the daily work. It centres around the discription of the effects on the horse and the effects on the parents and their children and its consequence for the counseling process of therapy.

Almute Nischak:
„Die (um die Herkunftsfamilie) erweiterte Biografie. Ethnopsychoanalytische und systemische Aspekte der Biografieforschung“

S. 127–140

Zusammenfassung:

Ausgangspunkt dieses Artikels ist eine ethnologische Forschung in der „endlos weiten Wunschlandschaft“ der Toskana. Ich wollte ergründen, weshalb Menschen dorthin auswandern und ob zwischen den Migrationserfahrungen der Groß- und Urgroßeltern und dem Integrationsverhalten der Kinder dieser Familien ein Zusammenhang besteht. Dazu habe ich das „Konzept der (um die Herkunftsfamilie) erweiterten Biografie“ entwickelt, das auf einer generationenübergreifenden biografischen Perspektive basiert. Drei ausgewählte Lebensgeschichten zeigen, dass das Bewältigen von Migration und Integration für das Individuum – betrachtet man es im Spannungsbogen zwischen Familie und Kultur – auf den Weltbildern von Generationen aufbaut.

Summary:

The starting point of this article is an ethnological study of the ”wide and endless landscape of desire” of Tuscany. I wanted to explore why people emigrate there and if there is a correlation between the migration experience of the grandparents and great-grandparents and the way in which the children of these families integrate. For that reason I developed the ”Konzept der (um die Herkunftsfamilie) erweiterten Biografie“ which is based upon a multi generational biographical perspective. The three chosen biographies show that the ways individuals come to terms with migration and integration are based upon the world view of generations – when viewed from the perspective of the tension between culture and family.

Hans Schindler:
„Systemische TherapeutInnen im Krankenkassensystem“

S. 141–159

Zusammenfassung:

Anhand der Auswertung einer Fragebogenuntersuchung bei systemisch arbeitenden Kolleginnen und Kollegen wurde festgestellt, dass die Teilnahme am Krankenkassensystem nicht ohne Folge für die TherapeutInnen bleibt. Vor allem das Schreiben der Berichte über die KlientInnen zur Beantragung einer Psychotherapie wirkt „sozialisierend“ auf die KollegInnen. Mit der Entwicklung von Routine scheint sich die systemische Sensibilität zu verringern. Als systemisch arbeitender Mensch muss man sich immer wieder zwischen Selbstbeschränkung und Regelverletzung entscheiden.

Summary:

Following the evaluation of a questionnaire answered by colleagues working as systemic therapists we found that the participation at the health insurance system has consequences for therapists. Especially the writing of reports about clients to apply for psycho-therapy has a ”telling“ effect. While developping a routine the systemic sensitivity seems to dwindle.

A systemic therapist has to decide over and over again, if he wants to restrict himself or if he wants to violate regulations.

Diskussion

Yitzhak Frankenthal:
„Meine palästinensischen Nachbarn“

S. 160–162

Andreas Manteufel:
„Neurowissenschaften und Psychotherapie: Drei neue Bücher“

S. 163–166

Tanja Metzger und Miri Krell:
„Aus dem Leben eines Tagebuchs“

S. 167

Rezensionen

S. 168–193

Abschlussarbeiten-Börse

S. 194

Tagungsberichte

Die Gruppe lernt systemisch laufen. Bericht vom II. Forum ,Systemische Gruppentherapie‘ in Langenfeld

S. 195–196

Kongressbericht zur Fachtagung der SG „Wie lernen Organisationen?“ am 23./24.5.03 in Köln

S. 197–199

10 Jahre SG – Bericht von der Mitgliederversammlung am 22.5.03 in Köln

S. 200–201

Anmerkung zur Mitgliederversammlung der SG am 22.5.03 aus der Sicht von Einzelmitgliedern

S. 202

Weinheimer Kontakte

S. 203

Termine / Veranstaltungen

S. 204–208

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