Systhema - Heft 3 - 2003
Vorwort
Ursel Winkler, S. 214
Originalbeiträge
Haim Omer:
„Gewaltfreier Widerstand im Umgang mit gewalttätigen Kindern mit Zwangsstörungen“
S. 215-230
Zusammenfassung:
Im Gegensatz zu der herrschenden Meinung, wonach Kinder mit Zwangsstörungen nicht gewalttätig sind, stellte sich heraus, dass 20% der von Eltern als gewalttätig bezeichneten Kinder unter solchen Störungen litten. Diese kindliche Tyrannei zeigte sich in zwei Erscheinungsformen: Kinder, die versuchten, jeden Aspekt des Familienlebens zu diktieren, und Kinder, die sich in ihr Zimmer einmauerten und allen den Eintritt oder jegliche Änderung ihres Territoriums verboten. Versuchen seitens der Eltern diese Bestimmungen herauszufordern wurde mit endlosem Schreien, absichtlicher Schlafverweigerung, Zerstörung von Familieneigentum, körperlichen Angriffen und Suiziddrohungen begegnet. Ein Programm von gewaltfreiem Widerstand wurde entwickelt, um mit der Aggression ohne Eskalation umzugehen.
Abstract:
In contrast to the accepted view that obsessive-compulsive children are not violent, 20% of the cases brought by parents with complaints of children violence were of obsessive-compulsive children. These children tyrannized their families in two ways: by attempting to dictate every aspect of family living or by immuring themselves in their rooms and forbidding any intrusion into or modification of their territory. The parents attempts to challenge these rulings were met by screaming for hours on end, intentional sleep deprivation (of the parents), destruction of family property, physical attacks, and threats of suicide. A program of non-violent resistance was evolved to deal with the aggressiveness in ways that avoided escalation.
Christian H. Sötemann:
„Zirkuläre Ressourcenerfragung und existenzielle Fundierung in der ambulanten Suchttherapie“
S. 231-238
Zusammenfassung:
Der Autor untersucht zunächst die existenzielle Dimension von zirkulären Fragen an Patienten und illustriert, rekurrierend auf Laing und Sartre, den identitätskonstituierenden Beitrag der Sicht des Anderen zum Selbstbild. Hieran anschließend wird eine in der ambulanten Suchttherapie einsetzbare mögliche Folge von zirkulären Fragen und hieraus hervorgehenden bzw. an Basisressourcen orientierten Rückmeldungen hergeleitet und somit veranschaulicht, wie in diesem Kontext einem ressourcenorientierten Ansatz Rechnung getragen werden kann.
Christian H. Sötemann:
Circular resource questioning and existential founding in ambulant therapy of addiction
Abstract
First, the author investigates the existential dimension of circular questions and illustrates, recurring on Laing and Sartre, the contribution of the perspective of the other to the constitution of one's own self-image. Following that, a possible succession of circular questions and feedback based on the results of the former or orientated by basic resources is derived, serving to show how a resource-orientated approach can be applied in this context.
Aufstellungsarbeit im Gespräch
Ursula Tröscher-Hüfner:
„Psychotherapeutische Methode oder Ideologie: Kritische Reflexionen zur Entwicklung der Aufstellungspraxis von B. Hellinger“
S. 239-250
Zusammenfassung:
Die Autorin befasst sich in ihren Ausführungen zunächst mit der Entwicklung der Methode des Aufstellens und deren Anwendung. Danach geht sie auf B. Hellingers Verhalten Frauen gegenüber näher ein. Weitere Aspekte sind, inwiefern B. Hellingers Vorgehen sich an der systemischen Theorie (jeder konstruiert seine eigene Wirklichkeit) orientiert bzw. seine Arbeit als systemische Therapie zu verstehen ist. Im letzten Teil setzt sie sich kritisch mit B. Hellingers Aufstellungsarbeit mit Tätern und Opfern auseinander.
Gunthard Weber:
„Wie differenziert wollen wir uns miteinander auseinander setzen?“
S. 250-255
Michael Grabbe:
„Was hältst du eigentlich von Hellinger?“
S. 256-263
Diskussion
Wolfgang Loth:
„Ein Blick auf: ,Positive Psychologie“
S. 264-276
Erfahrungsberichte
Ilke Crone:
„Gewaltfreier Widerstand als Führungsmodell oder ein ,Sit-in' in einer Abteilungsbesprechung“
S. 277-280
Linde von Keyserlingk:
„Sandspieltherapie mit Paaren“
S. 281-287
Pick-Up: Zeitschriftenlese
S. 288-295
Rezessionen
S. 296-311
Abschlussarbeiten-Börse
S. 312-314
Nachrichten / Weinheimer Kontakte
S. 315-318
Termine / Veranstaltungen / Kleinanzeigen
S. 319-321

