Systhema - Heft 1 - 2002
Vorwort
Haja Molter
OriginalbeitrÀge
Andrew Tootell:
â,Ich versuchâs einfachâ. Wie Dylan Wise sein Selbstvertrauen wiederentdeckteâ
Zusammenfassung:
Ich hatte das Privileg, folgende Geschichte zu erleben und zu dokumentieren. Sie wurde mir von einem elfjĂ€hrigen Jungen mit dem Namen Dylan geschenkt, der ĂŒber einen Zeitraum von drei Monaten vier Therapiesitzungen mit seiner Mutter Gwen und seinem Vater Paul besuchte. Dylan ist der Ă€lteste von dreien mit einer jĂŒngeren Schwester und einem Bruder. Dieser Artikel entstand aus meinen Erinnerungen unserer gemeinsamen Sitzungen, Kopien von Briefen, die ich an Dylan geschickt habe und einer Videoaufzeichnung unserer letzten Sitzung. Hinzu kamen eine schriftliche Auswertung, die Gwen einen Monat spĂ€ter machte, und ein Brief, den Dylan mir drei Monate spĂ€ter schickte. Dylan und seine Familie hoffen, dass dieses Dokument hilfreich fĂŒr Berater, Lehrer, Kinder und Familien sein kann, die mit Ă€hnlichen Problemen in ihrem Leben kĂ€mpfen.
Summary:
This story, which I was privileged to hear and document, was given to me by an eleven-year-old boy called Dylan who attended four therapy sessions over a period of three months with his mother, Gwen, and father, Paul. Dylan is the eldest child of three, with a younger sister and brother. This paper has been constructed from my memories of our sessions together, copies of letters I sent to Dylan, a videotape of our fourth and final session, and a letter from Dylan three months later. Both Dylan and his family hope that this document will be of some help to other counsellors, teachers, children and families who may be struggling with similar problems in their own lives.
Hans Schindler:
âKinderliebe, Moral und die Suche nach Bedeutung â Kinder aus Nazi-TĂ€terfamilienâ
Zusammenfassung:
Analysiert werden die Interviews von insgesamt 22 Kindern von z.T. bekannten NazitĂ€tern hinsichtlich ihrer BewĂ€ltigungsstrategien. Dabei geht es u.a. darum, wie sie sich selbst als âmoralische Personenâ konstruieren. Unterschieden werden Gruppen, die jeweils durch spezifische GlaubenssĂ€tze charakterisiert sind.
Summary:
The interviews of 22 children of well-known Nazi perpetrators are being analyzed regarding their coping of the children and how they construct themselves as âmoral personsâ. The interviewees are defined as groups characterized by their specific belief systems.
Klaus v. Ploetz:
âDie systemische Körpertherapie, Halluzination als Ressource?â
Zusammenfassung:
Der Körper ist ein wichtiges Medium in der Kommunikation jenseits der Sprache und wird mehr und mehr in der Moderne Gegenstand moderner Medien. Dieser Prozess ist begleitet von den Herstellungs- und Konstruktionstechniken der Medien, die den Körper zu einem technischen Ort der Konstruktion machen, sei es durch Chirurgie oder Gentechniken. Dies ist die Ă€uĂere ProduktionstĂ€tte und ihr steht auf der anderen Seite die innere Konstruktion gegenĂŒber, die Konstruktion der inneren Bilder: die Halluzination. Diese Herstellungsmethoden bieten auch die Ressource hier eine systemische Körpertherapie zur Herstellung von Lösungen in einem vitalen Medium, dem Körper, zu entdecken.
Abstract:
The body has been an important media in communication on the other side of language .In this century the body is becoming an object too of the modern media. This process is accompanied by technics used in production of the medias themselves, which made the body also a technical place, it could be through surgery or through genetic technics. This is the outer place of construction, on the other side there is the inner production, the place for constructing inner images, the hallucination.These methods of production give also the opportunity to have a ressource discovering the body for a systemic bodytherapy to construct new solutions in a vital media, the body.
Roswitha Bruchholz, Christiane FĂŒgemann, Wolf-RĂŒdiger Minsel:
âDer Ăbergang zur Drei-Kind-Familieâ
Zusammenfassung:
Mittels fokussiertem Interview wurden 30 Drei-Kind-MĂŒtter retrospektiv zu Motivationen fĂŒr das dritte Kind, den erlebten VerĂ€nderungen und BewĂ€ltigungsstrategien befragt. Die Kinderzahl der Ursprungsfamilie, die Reaktionen des sozialen Umfelds, gesicherte finanzielle VerhĂ€ltnisse, gĂŒnstige Wohnformen sowie ein mit ReligiositĂ€t verbundenes Werteumfeld stellen sich als EinfluĂgröĂe auf den Kinderwunsch dar. Die Frauen erleben sich eindeutig familienorientiert. VerĂ€nderungen und eingesetzte BewĂ€ltigungsmechanismen werden beschrieben. Unter den BewĂ€ltigungsbemĂŒhungen dominieren Leistungs- und Anpassungstechniken, Abwehrtechniken kommen dagegen weniger zum Tragen.
Transition to Three-Children-Family:
Interviews With Mothers Concerning Motivation, Changes, Challenges, And Coping
Summary:
30 mothers with three children were retrospectiv interviewed with a focussed interview to ask for motivations for the third child, the expierienced changings and coping strategies. The number of children in origin family, the reactions of social net, secure finacial situation, good living conditions and religios value influence the wish for a child. Women sâexperiences very family orientatet. Changes and coping strategies are described. Achievement and adjustment techniques are dominant. Defending techniques are only few applicated.
Martin Brentrup:
âSelbstsorge und Self-careâ
Zusammenfassung:
In diesem Artikel geht der Autor der Frage nach, was wirksam in psychotherapeutischen Beziehungen ist. Er zeigt AnsĂ€tze prĂ€ventiver Strategien und des Selbstmanagements fĂŒr PsychotherapeutInnen (Self-care), aber auch hilfreiche Annahmen zum Helfen und zum Wandel (Selbstsorge). Dieser Blickwinkel fördert eine integrative Metatheorie der Psychotherapie.
Summary:
In this article the author attends to the question, what is helpfull in psychotherapeutic relations. He shows statements of preventive strategies and self-management for psychotherapists (self-care), but also helpfull assumptions about helping and change (self-help â âSelbstsorgeâ).This perspective promotes an integrative metatheory of psychotherapy.
Erfahrungsberichte
Wilfried Rother:
âLucky Luke sucht ein Zuhauseâ
Diskussion
Ursula Tröscher-HĂŒfner:
âAustrittserklĂ€rungâ
PICK-UP: Zeitschriftenlese
Rezensionen
Abschlussarbeiten-Börse
Nachrichten
Termine / Veranstaltungen
Kleinanzeigen / Stellenanzeigen
Systhema - Heft 2 - 2002
Vorwort
Hans Schindler
OriginalbeitrÀge
Arist v. Schlippe:
â,In des Menschen Brust ist Unendlichkeitâ. AnnĂ€herungen an den Gegenstand der Psychologieâ
Zusammenfassung:
Die Psychologie ist in gewisser Weise eine âWissenschaft ohne Gegenstandâ, da das, was unter Seele zu verstehen ist, erst konstruiert werden muss, ehe es untersucht werden kann. Ausgehend von dieser Erkenntnis wird eine systemische Konzeption von Seele versucht. Unter dieser Perspektive erscheint Seele nicht als etwas, das unabhĂ€ngig vom Beschreiber existiert â wir werden beseelte Geschöpfe, indem wir uns beseelt wahrnehmen.
Monika Bekemeier:
âĂffnungsprozesse in Einrichtungen fĂŒr Kinderâ
Zusammenfassung:
In KindergĂ€rten / in KindertagesstĂ€tten wird es oftmals nicht nur in den RĂ€umen, sondern auch in den Beziehungen eng, zu eng, um Grundkompetenzen fĂŒr das Leben in einer heterogenen, pluralen und multikulturellen Gesellschaft von klein auf zu lernen. Grundgedanken der âPĂ€dagogik der Vielfaltâ in Verbindung mit der Auseinandersetzung um geschlossene und offene Systeme bilden den Stoff, um Beziehungs- und Kommunikationsmuster sowie deren Widerspiegelung in starren Organisationsformen infrage zu stellen. Das Wechselspiel von PĂ€dagogik und Organisationsformen in die Zukunft hinein zu entwerfen, könnte von der Frage geleitet sein: Angenommen ErzieherInnen wĂŒrden Einrichtungen fĂŒr Kinder als âoffene, von Vielfalt geprĂ€gte Systemeâ entwickeln, was wĂ€re der Gewinn an Selbstwert, an SelbststĂ€ndigkeit und Selbstorganisationskraft sowohl bei den MĂ€dchen und Jungen, deren MĂŒtter und VĂ€ter als auch bei den ErzieherInnen/FachkrĂ€ften selbst?!
Renate Jegodtka:
âTherapeutische Haltungen in der Therapie mit Kindern und Enkeln von Holocaust-Ăberlebendenâ
Zusammenfassung:
In der Systhema 1/2002 setzt sich Hans Schindler in einer SekundÀranalyse damit auseinander, welche BewÀltigungsstrategien Söhne und Töchter von NazitÀtern haben. Es geht dabei u.a. um Fragen von Schuld, Moral und Verantwortung.
Dieser Artikel war fĂŒr mich Anlass fĂŒr die Entscheidung, einen Auszug aus meiner Abschlussarbeit in der Systhema zu veröffentlichen. In diesem Auszug geht es ebenfalls um Fragen von Schuld, Moral und Verantwortung. Es geht um ethische Fragen, die uns in der Therapie mit Kindern und Enkeln von Holocaust-Ăberlebenden begegnen. Diskutiert werden Themen wie: âGutâ und âBöseâ, Verantwortlichkeit fĂŒr eigenes Handeln sowie die Notwendigkeit, als TherapeutIn die eigene Stellungnahme erkennbar werden zu lassen.
Erfahrungsberichte
Petra Winter:
âEine Neue Weltâ
Hartwig Hansen:
âZum Mund abwischen. Ein Leckerbissen aus der Paarberatungâ
Arist v. Schlippe:
âErste Lehrtherapeuten fĂŒr Familientherapie in Riga. Aus SchĂŒlern sind Freunde gewordenâ
Tagungsberichte
Andreas Manteufel:
âNeurobiologie der Psychotherapieâ
Ilke Crone:
âState of the Artâ
Hans Schindler:
âSG Tagung in SaarbrĂŒckenâ
Stellungnahmen
Friedebert Kröger, Arist v. Schlippe:
âStellungnahme der Arbeitsgemeinschaft systemische Therapie zur Frage psychologischer Anteile in Disease-Management-Programmen (DMP)â
Stellungnahme der Systemischen Gesellschaft zur Aufstellungsarbeit nach Bert Hellinger
Rezensionen
Weinheimer Kontakte
Termine / Veranstaltungen
Systhema - Heft 3 - 2002
Vorwort
Ursel Winkler
Nachruf
OriginalbeitrÀge
Barbara Cottrell:
âDringend Hilfe gesucht: Teenager misshandeln ihre Elternâ
Zusammenfassung:
Die Misshandlung von Eltern durch ihre Teenager ist ein noch wenig beachtetes Forschungsthema im Kontext von Untersuchungen zur Gewalt in Familien. Obwohl viele Eltern von ihren Kindern geschlagen, bedroht und beleidigt werden, versuchen sie es geheim zu halten. Wenn sie nach Hilfe suchen, finden sie diese nur selten. In diesem Artikel soll mit Blick auf die âTĂ€terâ und âOpferâ von Elternmisshandlungen diskutiert werden, welche UnterstĂŒtzung Eltern benötigen, um wieder die FĂŒhrerschaft in ihren Familien ĂŒbernehmen zu können.
Summary:
Parent abuse, the abuse of parents by their teenage children, is one of the least researched areas of family violence. Although many parents are beaten, threatened and put-down by their children, they tend to keep the abuse secret. When they do search for help, they seldom find it. In this pa-per, who is being abused, who is doing the abusing, and what supports are needed for parents to regain leadership in their families, is discussed.
Ingo M. Kallenbach:
â,Meine Hausaufgaben machâ ich nicht!â Abschlussinterventionen im Coachingprozess: Verhaltensverschreibung und Klientensystemanalyseâ
Zusammenfassung:
Abschlussinterventionen stellen einen wichtigen Aspekt der systemischen Beratung dar. Diese werden oft intuitiv und erfahrungsgeleitet am Ende des Beratungsprozesses gestellt.
In diesem Artikel stelle ich eine Vorgehensweise dar, die auf einer systemtheoretischen Analyse des Klientensystems und der entsprechenden Verhaltensverschreibung fuĂt. Ein Fallbeispiel aus meiner Coaching-Praxis schlieĂt den Artikel ab.
Summary:
Conclusional interventions represent an important aspect of the systemic counseling. These are often placed intuitiveley and according to experience at the end of the process. The present paper describes a proceed, which is based on a system-theortical analysis of the client-system and the appropriate description of behavior. The article ends with an example of my coaching pratice.
Ewald Johannes Brunner:
âVon Gemeinsamkeiten und Unterschieden in der Familientherapie und der Systemischen Organisationsberatungâ
Zusammenfassung:
Im vorliegenden Beitrag wird versucht, den möglichen Gleichheiten und Verschiedenheiten von Familientherapie und Systemischer Organisationsberatung auf die Spur zu kommen. Ausgangspunkt ist ein quasi-phĂ€nomenologischer Zugang, in dem familientherapeutisches und organisationsberaterisches Vorgehen gegenĂŒbergestellt und miteinander verglichen wird. Als Vergleichskriterien werden die Dimensionen âBeziehungâ, âMachtâ und âIntervenierbarkeitâ herangezogen und an FĂ€llen aus der Praxis erlĂ€utert. AbschlieĂend werden aus der Perspektive der MultidimensionalitĂ€t die Verschiedenheiten von âFamilieâ und âOrganisationâ betont, die auch eine verschiedene Vorgehensweise in der Praxis erforderlich machen.
Summary:
Similarities and Dissimilarities between Family Therapy and Systemic Councelling of Organizations
Similarities and differences between Family Therapy and Organization-Counselling, following a systemic approach, are discussed. In order to compare Family Therapy and Systemic Counselling of Organizations the author applies the following criteria: âRelationshipâ (âContactâ), âPowerâ, and âPossibility of Interventionâ. The dissimilarities of the family system and the organization-system are pointed out from a perspective of multi-dimensionality; consequences for the systemic practitioner are mentioned.
Erfahrungsbericht
Heike Hagemann:
âEs kann so und ganz anders seinâ
Tagungsberichte
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Andreas Manteufel:
âSelbstorganisation in den Humanwissenschaften. Die zehnte Herbstakademie vom 6.-8.6.2002â
Angela Eberding, Cornelia Hennecke:
âDie Kunst des gewaltfreien Widerstandes gegenĂŒber destruktivem Verhalten von Kindern und Jugendlichenâ
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