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Systhema - Heft 1 - 2001

01-2001-Systhema

Originalbeiträge

Michael Grabbe:
„Lieber das bekannte Unglück als ein unbekanntes Glück. Veränderungsprozesse in Familien und Organisationen“


Zusammenfassung:

Ich habe mich entschieden nicht einen Beitrag zu liefern, den Weinheimer Beitrag sozusagen, sondern deren drei, entsprechend der Ansicht, dass es zu jeder Perspektive auch eine andere und mindestens eine dritte gibt. Entsprechend des Weinheimer Logos habe ich diese Vorträge 'blau', 'rot' und 'gelb' genannt. Mit diesem aufgespannten Feld möge man einen eigenen Standort finden. Demzufolge hat mein Beitrag auch keine eindeutige Gesamt-Message, keine Botschaft, - wie z.B.: Bewegt Euch - das Glück ist nahe. Mein Beitrag soll eher wie ein durch ein Reflektierendes Team aufgefächertes Spektrum mit Gedanken und Assoziationen verstanden werden. Den Vorträgen sind Vorworte vorangestellt und abschließend gibt es Nachwörter.

„Rather The Distress Known Than Happiness Unknown - Processes of Change in Families and Organizations“

Summary:

Shortened Version of a paper presented at the samenamed symposion of the „Systemische Gesellschaft“, Nov.25th, 2000 in Weinheim

Joachim Heiber-Stiepani:
„Ziel- und ressourcenorientiertes Coaching in der beruflichen Rehabilitation psychisch erkrankter Menschen“


Zusammenfassung:

In diesem Beitrag möchte ich über meine Erfahrungen mit ziel- und ressourcenorientiertem Coaching im Rahmen der beruflichen (Wieder-)Eingliederung psychisch erkrankter junger Erwachsener berichten. Ausgehend von der ambivalent erlebten Übergangssituation vom Psychiatrie- in den Arbeitskontext werden anhand von Beispielen aus der beruflichen Rehabilitation psychisch erkrankter Menschen ressourcen- und lösungsorientierte Vorgehensweisen im Coaching vorgestellt (Zielorientierung, time-line-Arbeit, Umgang mit Ziele behindernden Grundüberzeugungen und familiären Delegationen).

„Solution-focused and Ressources-Oriented Coaching in the Rehabilitation of Mentally Disturbed People“

Summary:

The present paper discusses forms and possibillities of coaching for people with a psychiatrically diagnosed illness with the aim of preparing them for employment. Coaching is here defined as a special kind of ressources-oriented and solution-focused counseling including training, therapy, learning, exercsing, etc. A number of examples illustrate the the project's rationale, experiences, and results.

Eva Reznicek:
„Psychosoziale Praxis als komplexes dynamisches System“

Zusammenfassung:

Psychosoziale Praxis als komplexes dynamisches System zu betrachten, hat Konsequenzen, die sich in der Herangehensweise, in den Interventionen und den Erwartungen an Betreuung, Behandlung oder Psychotherapie äußern. Die Möglichkeiten, Erkenntnisse aus zunächst sehr formal wirkenden Ansätzen für die Umsetzung in die Praxis zu nutzen, sollen anhand der Beschreibung einer im psychosozialen Betreuungsbereich durchgeführten Forschungsarbeit dargestellt werden.

„Professional Psychosocial Practice as a Complex Dynamic System“

Summary:

Psychosocial practice as complex dynamic system to regard, has consequences for approach, intervening and expectations in treatment. The possibilities of using findings from very formal theories for the conversion to the practice are to be represented based on the description of a research work executed in the psychosocial care area.

Erfahrungsberichte

Martin Brentrup:
„Reflecting Team in einer Psychotherapeutischen Praxis . Bericht und Gedanken zur Anwendung von RT im Setting von ambulanten PsychotherapeutInnen“

Zusammenfassung:

Der Autor stellt ein Anwendungsmodell des Reflektierenden Teams für Psychotherapeutische Praxen vor. Es werden Bedingungen, Erfahrungen und Hypothesen zum Verlauf beschrieben.

„Reflecting Team Experiences in Private Psychotherapeutic Practice“

Summary:

The author discusses a modell of using the Reflecting Team approach for private psychotherapeutic practice. He illustrates conditions, experiences, and some hypothesis as to the proceedings.

Christoph Möller, Edelhard Thoms:
„TEEN SPIRIT ISLAND - Eine Therapiestation für drogenabhängige Kinder und Jugendliche stellt sich vor“

Zusammenfassung:

Die Schnittstellenproblematik der herkömmlichen Drogenhilfe durch Trennung von Entzug und Therapie ist mit einer hohen Rückfallquote belastet. Früh traumatisierte Jugendliche erleben hier wiederholte Beziehungsbrüche, wie sie dies aus ihrer Lebensgeschichte kennen. Auf der Therapiestation TEEN SPIRIT ISLAND haben wir ein Konzept entwickelt mit maximaler Konstanz der therapeutischen Beziehungen von der Aufnahmephase (Entzug und Motivation) über die Behandlung der zugrundeliegenden seelischen Störung bis zur Jugendhilfe mit integrierter Nachsorge.

„Teen Spirit Island - Introducing a Ward for Drug Addicted Children and Adolescents“

Summary:

The lack of continuity in the traditional treatment of substance abusers is extremely problematic due to the high relapse rate. Adolescents traumatised in their childhood experience a recurrant severance of relationships which they previously have been exposed to. On our therapy ward TEEN SPIRIT ISLAND we have developed a concept focusing on the establishment of a good therapeutic contact from admission (withdrawel and motivation) via the treatment of underlying mental disturbance to the postclinical care.

Bernd Rüter, Klaus Koch:
„Und dann sind da noch die Kinder..... Eine Gruppe für Väter nach Trennung und Scheidung“

Zusammenfassung:

Nach der Trennung oder nach der Scheidung der Eltern werden in der Erziehungsberatungsstelle in der Regel die betroffenen Kinder von ihren Müttern angemeldet. Es erscheint oft schwierig, die Väter dieser Kinder ihrer Bedeutung entsprechend in den Beratungsprozess einzubeziehen. Ziel der Arbeit mit den Vätern war u.a., ihnen veränderte Sichtweisen nahe zu bringen und aufzuzeigen, wie wichtig sie für die Kinder in dieser Situation sind und wie ihre Präsenz, für die Kinder dazu sein, den Kindern gut tut. Neuberwertungen der Situation der Mütter im Alltag mit den Kindern führte zur Beendigung bzw. zur einer Reduzierung der Auseinandersetzungen zwischen den getrennt lebenden/geschiedenen Eheleuten/Eltern.

„There are still the children... A Group for Fathers after Separation and Divorce“

Summary:

After the parents' separation or divorce the involved children as a rule are enrolled at the family counseling service by their mothers. It often seems difficult to incorporate the fathers of those children in the counseling process. Among others, it was the aim of working with the fathers to help them appreciate changed perspectives, and to demonstrate how very important the fathers are for their children in this specific situation, and how much good their presence / their availability does to their children. A new evaluation of their mothers' situation in daily routine with their children led to a ceasing or at least reducation of the quarrels between the separated / divorced parents.

Tagungsberichte

  • „Gesundheit als systemisches Phänomen -  im Spannungsfeld zwischen Praxis, Wissenschaft und Politik“
    Eine Tagung an der Fachklinik Hirtenstein, 20. und 21.9.2000" (Michaela Pichelbauer, Johanna Zebisch)
  • „Fragen über Fragen.“
    Die verändernde Kraft reflektierender Prozesse
    Tagung mit Tom Andersen vom 22.9. - 24.9.2000 in Osnabrück" (Michael Thrien)
  • „Lieber das bekannte Unglück als das unbekannte Glück.“
    Bericht über die Mitgliederversammlung und wissenschaftliche Fachtagung der Systemischen Gesellschaft am 24.-25.11.2000 in Weinheim (Cornelia Tsirigotis)

Pick-up: Zeitschriftenlese (Wolfgang Loth)

Rezensionen

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