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IF Weinheim - Institut fŸr systemische Ausbildung und Entwicklung
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Kooperation mit Kindern und Jugendlichen in der Familientherapie

Mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten ist eine besondere Herausforderung. Ihre Beiträge werden oft als Störungen der Erwachsenengespräche erlebt. Wir sind dann froh, wenn wir die Sitzungen ohne sie weiterführen können. In der Einzeltherapie mit ihnen können wir oft an die Grenzen unserer Zugangsmöglichkeiten kommen.

In diesem Seminar geht es darum, Ausdrucksformen und Kooperationsangebote der Kinder und Jugendlichen so einzubeziehen, dass es für die Gespräche und das Anliegen hilfreich wird. Wie können wir es den Kindern / Jugendlichen erleichtern, Zugang zu uns zu finden? Wie können wir mit schwierigen Themen, Geheimnissen und Tabus in Gegenwart von Kindern arbeiten, wenn sie geschützt und auch aufgeklärt werden sollen?

Lehrinhalte und Themen dieses Seminares sind:

  • Wie und wann lade ich Kinder ein bzw. aus?
  • Kooperative Begleiter
  • Geschichte und Bedeutung der eigenen Kindheit
  • Kindsein und Gesellschaft
  • Angemessene Sprache
  • Elterliche Präsenz
  • Konstruktive und destruktive Familiengeheimnisse
  • Arbeit mit Symbolen und Metaphern
  • Eingangs- und Zieldimensionen in der systemischen Arbeit mit (kleinen) Kindern
  • Abschlussverschreibungen in Märchenform
Seminar-Nr.
Datum/Leitung/Ort
Teilnahmegebühr
W001.1213.02.– 17.02.12
Michael Grabbe
Borkum
EUR 425,00 
W003.1210.09.– 14.09.12
Michael Grabbe, Claudia Terrahe-Hecking
Region Kassel
EUR 425,00 


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Freiwilligkeit ist relativ – Umgang mit komplexen Auftragslagen

Systemisches Denken und Handeln in der Kinder- und Jugendhilfe

Lebenswelten und Lebensformen haben sich aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen gewandelt, Entscheidungssituationen werden komplexer und vielfältiger. Problemstellungen und der Wunsch nach Überschaubarkeit werfen Fragen von Sicherheit, Zuverlässigkeit und Berechenbarkeit auf. Immer mehr familiäre Systeme nehmen erzieherische Angebote, ambulante oder stationäre Hilfen in Anspruch. Dabei werden Systemische Berater und Therapeuten in ihrer Arbeit auch mit Lebensentwürfen konfrontiert, die ungewöhnliche und oft das Kindeswohl verletzende Verhaltensweisen und Lösungen zeigen. Dies bedeutet eine besondere Herausforderung für die systemische Grundhaltung: Wertschätzung und Respekt. Das Prinzip der Freiwilligkeit erweist sich nicht immer als hilfreich und ausreichend. In der Kinder- und Jugendhilfe bewegen sich professionelle Helfer häufig im Spannungsfeld von:

  • Freiwilligkeit und Zwangskontext
  • Konkurrenz und Kooperation zwischen Helfer- und Familiensystemen
  • Drohung, Eskalation und Resignation
  • Hilflosigkeit und Allmachtsphantasien
  • Therapie statt Strafe
  • Widersprüchliche Auftragslagen

Inhalte des Seminars werden u. a. sein:

  • Von der Konfrontation zur Kooperation
  • Unter ungünstigen Voraussetzungen ein positives Klima schaffen
  • Beraterische/therapeutische Beziehungen im Zwangskontext
  • Konstruktiver Umgang mit unterschiedlichen Problemdefinitionen
  • Umgang mit Familien, die sich in vielfältigen Problemsituationen befinden
  • Umgang mit den verschiedenen Loyalitätsverpflichtungen
  • Auftragsklärung und Kontraktbildung
  • Autonomie und/oder Anleitung

Wir lehren in diesem Seminar systemische Methoden, die ein kreatives und leichteres Arbeiten in den oben beschriebenen Spannungsfeldern unterstützen und fördern. Dabei greifen wir bereits vorhandene Ressourcen und bekannte Methoden der TeilnehmerInnen auf, um diese für die jeweiligen Arbeitsfelder zu optimieren.

Seminar-Nr.
Datum/Leitung/Ort
Teilnahmegebühr
W002.1226.03.– 30.03.12
Cornelia Hennecke, Karin Nöcker
Horrem / Nähe Kerpen
EUR 425,00 


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Light my fire

Stress mit Gesundheit – gesund sein im Stress

Das Seminar richtet sich an alle, die in ihrem beruflichen Feld mit den Themen Stress, Belastung, Überforderung und Krisen im Schnittbereich zwischen beruflichem und privatem Leben in Berührung kommen. Es soll systemische Zugänge zu den Konstruktionen um Gesundheiten und Krankheiten vermitteln und wird dabei als Seminar selbst durch ein besonderes Format für verschiedene Perspektiven sorgen.

Fragen wie diese werden wir dabei verfolgen:

  • Wenn ich weiß, was mich krank macht: weiß ich dann genug, wie und wodurch ich mich gesund fühle?
  • Wie verhalte ich mich gesund, wenn ich mich krank erlebe?
  • Welche Bedeutung gebe ich und geben KlientInnen in Therapie, Beratung und Coaching körperlichen, seelischen und sozialen Aspekten von Gesundheit und Krankheit?
  • Was sind meine Konzepte über das, was krank und gesund ist oder macht? Und wie wirken sich meine Konzepte auf mein Handeln als TherapeutIn oder BeraterIn aus?
  • Welches methodische Inventar steht mir als TherapeutIn oder BeraterIn zur Verfügung, um ggf. in der Arbeit mit Klienten nützliche Reflexionen und Impulse einzusetzen, um Stress mit Gesundheit zu reduzieren und gesünder im Stress zu handeln?

An drei der fünf Tage werden wir jeweils einen Gast haben, der und die uns einen Aspekt des Themas vor dem Hintergrund ihrer Arbeits- und Lehrerfahrung näher bringt, im Einzelnen sind dies:
Mehrgenerationale Erfahrungen und gesellschaftliche Kontexte in ihrer Auswirkung auf die Wahrnehmung von Stress, Krisen und Belastungen (Gesa Jürgens, www.gesa-juergens.de)
Der Kontext der Arbeitsorganisationen, betriebliche Bewertungssysteme und konstruktiver Umgang mit beruflichen Rollen (Dr. Martina Rummel, www.dialog-btc.net)
Klänge und Musik in Therapie und Beratung in besonderen Lebenssituationen (Dr. Cordula Dietrich, www.corduladietrich.de)

Wir werden Modelle und Übungen vorstellen, die in Therapie, Beratung und Coaching eingesetzt werden können, und nähern uns theoretisch und ganz praktisch dem, was die Lebensflammen nährt.

Seminar-Nr.
Datum/Leitung/Ort
Teilnahmegebühr
W004.1215.10.– 19.10.12
Cornelia Hennecke, Tom Pinkall und Gäste
Berlin
EUR 425,00 


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Partnerschaft / Elternschaft / Familie

Phasen – Krisen – Interventionen

Trotz der Vielfalt heutiger Lebensformen ist die hetero- oder homosexuelle Partnerschaft für die meisten Menschen eine dauerhafte, zeitweilige oder ersehnte Form menschlichen Zusammenlebens. Männer und Frauen werden zu Vätern und Müttern; aus Paaren werden Eltern und Familien oder ein Leben bei Alleinerziehenden, in Stieffamilien, Pflegefamilien, Adoptivfamilien: Orte realer oder ersehnter Sicherheit, Heimat, Freude – oft auch mit Schmerz, Leid und manchmal Gewalt verbunden. Jedes dieser Systeme hat ideographisch seine eigenen Regeln, Interaktionsmuster, Potenziale und Fallen. In diesem Seminar geht es um die Entwicklungsphasen dieser Systeme mit ihren Chancen und Krisen sowie um Formen hilfreicher systemischer Interventionen.

  • Partnerschaft: Paar-Logiken: Tausch versus Liebe; Dimensionen von Partnerschaft; Entwicklungsphasen und Krisen; Paartypen; Individuation in der Partnerschaft; Sexualität; Trennung-Scheidung; Paartherapie.
  • Elternschaft: Elterncoaching; Erziehungsmythen; Eltern-Kind-Interaktion: Entwicklungsstufen/Krisen/Lösungen.
  • Familien: Familienmythen; familiäre Entwicklungsphasen; Mehrgenerationenperspektive; Familienressourcen – Familienkonflikte – familiäre Kriege.
Seminar-Nr.
Datum/Leitung/Ort
Teilnahmegebühr
W005.1229.10.–02.11.12
Hagen Böser, Tom Pinkall
Engelskirchen
EUR 425,00 


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Systemisches Arbeiten im klinischen Kontext

Im klinischen Kontext zu arbeiten heißt oft, einen erschwerten Zugang zu Patienten mit häufig körperlichen und psychischen Krankheitsbildern zu bekommen. In somatischen, psychosomatischen und psychiatrischen Kliniken werden Systemische Therapeuten durch komplexe Interaktionen verschiedener somatischer und psychotherapeutischer Behandlungsansätze in einem hierarchischen Miteinander verschiedener Berufsgruppen herausgefordert.

In diesem Seminar werden wir anhand von Fallbeispielen systemische Zugangswege zu Klinikpatienten bei der Behandlung bestimmter Diagnosegruppen nach dem ICD kennenlernen. Wir werden die Beziehungsmuster, die familiären Hintergründe und die Fragen, woher der Mensch ein Symptom entwickelt, betrachten. Ein kritischer Blick wird auf die Begriffe Motivation und Compliance geworfen werden. Neben den psychischen Erkrankungen in engerem Sinne sollen auch die psychischen Folgen und der Umgang mit diesen somatischen Erkrankungen reflektiert werden.

Wir werden auch den Blick dafür schärfen, welche verschiedenen Rollen Systemische Therapeuten einnehmen können. Denn neben der Arbeit am Patienten können Angehörigenarbeit, Coaching von Teammitgliedern hinsichtlich der eigenen Belastung und der Kommunikation untereinander zu einem guten, erweiterten, neuen Behandlungskontext beitragen.

Seminar-Nr.
Datum/Leitung/Ort
Teilnahmegebühr
W006.1210.12.–14.12.12
Angelika Pannen-Burchartz, Stephan Theiling
Würzburg
EUR 425,00 


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