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Lehren und Stellen von Familienkonstellationen

Seminar-Nr.
Datum/Leitung/Ort
Teilnahmegebühr
S010.1213.–15.09.12
Ursula Tröscher-Hüfner
Raum Karlsruhe
EUR 285,00 


Im Prozess des Stellens von Gegenwarts- und/oder Herkunftssystem der TeilnehmerInnen wird gelehrt und erfahren, wie in der Geschichte eines Systems nach Fakten und besonderen Ereignissen, bis etwa drei Generationen zurück, gefragt und geforscht wird.

Schwerwiegende Ereignisse werden in ein System oft so integriert, dass sie tabuisiert und „vergessen“ wurden. Oft hat dies bis heute Auswirkungen und Einfluss auf Kommunikationsabläufe in einem Familiensystem und die Qualität des Zusammenlebens im Jetzt. Das kann sich in unterschiedlichen Symptomen zeigen.

Als bedeutsame Ereignisse und Fakten gelten z. B.:

  • Frühere, wichtige Partner der Eltern
  • Kinder aus vorangegangenen Beziehungen
  • Tod durch Suizid, im Krieg Gefallene, früh Gestorbene
  • Schlecht geredete und ausgegrenzte Personen
  • Schwere und chronische Krankheiten – Unfälle
  • Der Platz in der Geschwisterreihe

Die eventuell um diese Ereignisse entstandene Symptomatik wird im Prozess der Aufstellung gewürdigt und neu verstanden als Ausdruck von Liebe und Zugehörigkeit zum Familiensystem in seinen bisher verfügbaren Lösungsmöglichkeiten. Eine neue Interpretation der Ereignisse kann die ihnen bisher gegebene Bedeutung verändern und wichtige Personen des Systems anders sehen und Beziehungen neu gestalten helfen.

Dieser Prozess beinhaltet auch, die eigene Geschichte als irreversibel annehmen zu lernen und durch diese „Ent-bindung“ für Gegenwart und Zukunft zu neuen Lösungswegen kommen zu können.

Die TeilnehmerInnen haben die Möglichkeit, entsprechend ihrem Anliegen eine Konstellation zu stellen und/oder unter Begleitung (Supervision) mit eigenen Fällen eine zu leiten.

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