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Trauma in der systemischen Beratung
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Traumatisierte Erwachsene, Kinder und Jugendliche begegnen uns häufig im Prozess Systemischer Therapie und Beratung. Das Erfahren oder Beobachten von (familiärer) Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung oder der Tod naher Angehöriger können ebenso Ursache sein wie Unfälle, medizinische Eingriffe oder Mobbing. Insbesondere frühe und lang anhaltende Traumatisierungen können sich hinter einer Fassade anscheinender Normalität verstecken. Im Vordergrund zeigen sich Ängste, Depressionen, Anzeichen extremer Hilflosigkeit, problematischer Suchtmittelgebrauch, Selbstverletzung, fragmentiert wirkende Lebenserzählungen und somatoforme Anzeichen wie Taubheitsgefühle, Lähmungserscheinungen oder (Alltags-)Amnesien.
Dieses Seminar basiert auf den neuesten Erkenntnissen der Psychotraumatologie und der Hirnforschung. Es richtet sich an systemische Therapeuten, Berater und Coaches, die mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen arbeiten. Ich werde anhand von Fallbeispielen für mögliche Hinweise auf Traumatisierung im Prozess Systemischer Therapie und Beratung sensibilisieren und über Formen und Folgen akuter Mono- bzw. komplexer Langzeittraumatisierung informieren. Ziel des Seminars ist, gemeinsam mit den TeilnehmerInnen traumaadaptierte systemische Verfahren und Methoden zur Gestaltung eines individuellen „Handwerkskoffers“ zu erarbeiten, der in akuten Situationen methodisch sinnvoll im Beratungsprozess eingesetzt werden kann.
Inhalte:
- Geschichte der Psychotraumatologie
- Trauma und Gehirn
- Monotrauma, Akuttrauma, non-komplexe und komplexe Traumatisierung
- Hinweise auf Traumatisierung bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen
- Transgenerationale Traumatisierung
- Grounding Techniken und Dissoziationsstopp
- Stabilisierung und Affektregulation
- Die Gesundheit der Helfer
