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IF Weinheim - Institut fŸr systemische Ausbildung und Entwicklung
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Kontext des Kompetenznetzwerkes

Die Rahmenbedingungen von Elternschaft haben sich gewandelt. Die zunehmende Psychologisierung, Pädagogisierung und Therapeutisierung in unserer Kultur haben neue Vorstellungen von einer Elternrolle hervorgebracht, die bei aller Hilfestellung auch zur Verunsicherung beigetragen hat. So ist der Platz der Eltern im Zentrum und Mittelpunkt der Familie, der ihnen und den Kindern gleichermaßen Sicherheit und Orientierung gibt, nicht mehr selbstverständlich.

In Therapie und Beratung rücken vielfach elterliche Hilf- und Mutlosigkeit und die damit verbundene verlorene „Elterliche Präsenz“ in den Vordergrund der Aufmerksamkeit. Berater und Beraterinnen sind angefragt, nicht nur in therapeutischer Abstinenz auf die Familie zu schauen, sondern mit den Eltern Bündnisse einzugehen, um sich zu den Kinder oder Jugendlichen in neuer Haltung zu positionieren. Beratung stellt sich im Elterncoaching (auch) aktiv auf die Seite der Eltern, unterstützt sie in ihrem Bemühen, ihren Kindern eine lebendige Beziehung anzubieten und damit eine wesentliche und konstruktive Rahmenbedingung kindlicher Entwicklung verwirklichen zu können.

In den letzten Jahren sind hier Modelle entstanden, die Systemische Therapie konzeptuell bereichern und herausfordern. Vor allem durch den Ansatz der „Elterlichen Präsenz“, übertragbar auch auf „Professionelle Pädagogische Präsenz“ z.B. in Schulen und anderen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen“ und der daran ausgerichteten Form des „Coachings im Gewaltlosen Widerstand“ nach Haim Omer und Arist v. Schlippe fühlt sich eine große Zahl von Fachleuten in Deutschland angesprochen. Mit zunehmender Verbreitung stellt sich gleichzeitig auch die Frage, wie Standards der Qualität systemischen Elterncoachings in Praxis und Lehre formuliert und beachtet werden können. Denn bei der Vermittlung und Umsetzung der Konzepte kommt es sehr auf die Genauigkeit und Präzision der konkret zu erarbeitenden Antworten an, um die Ideen des Ansatzes an die Situation der Eltern bedarfsgerecht anzupassen und sie Schritt für Schritt zu betreuen.

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