Vorbemerkung zu den Seminaren
Im Folgenden werden die Grundlagenseminare Systemisches Denken und Handeln I und II beschrieben. Die Grundlagenseminare sind Voraussetzung fĂĽr die Ausbildung Systemische Therapie im festen Gruppenkontext sowie die Ausbildung Systemische Beratung und/oder Systemische Therapie im Modulsystem. Sie werden vor Beginn der Ausbildung absolÂviert. Eine Ausnahme bildet der Ausbildungsgang Systemische Beratung im festen Gruppenkontext. Hier sind keine Grundlagenseminare vor Beginn der Ausbildung zu absolvieren.
Die Grundlagenseminare ermöglichen InteressentInnen, das Institut und seine Arbeitsweise vor der verbindlichen Entscheidung für eine systemische Ausbildung kennenzulernen, und können somit auch als „Schnupperkurse" belegt werden. Wir empfehlen, zwischen den Seminaren einen Mindestabstand von drei Monaten einzuhalten.
Alle TeilnehmerInnen werden mit der Anmeldung zum Seminar von der Geschäftsstelle zur Übernachtung und Verpflegung im jeweiligen Seminarhaus angemeldet. Die Übernachtung im Seminarhaus wird während eines Seminars empfohlen. Die Kosten sind in der Teilnahmegebühr nicht enthalten. Bei Stornierung von Seminaren durch TeilnehmerInnen müssen diese auch das Seminarhaus absagen.
Systemisches Denken und Handeln I und II
Beobachtete Systeme – beobachtende Systeme
In den Grundlagenseminaren erhalten die TeilnehmerInnen einen Überblick über Modelle und Konzepte, die ihren Beitrag zur Entwicklung Systemischer Beratung und Therapie in ihrem heutigen Verständnis geleistet haben.
Dabei unterscheiden wir zwischen „beobachtete Systeme" und „beobachtende Systeme". Diese Unterscheidung spiegelt die Entwicklung von der Familientherapie zur Systemischen Therapie, von der Kybernetik 1. Ordnung zu einer Kybernetik 2. Ordnung wider.
Theorien und Ansätze verstehen wir als Landkarten, die als Beobachtungen und Beschreibungen für die Praxis genutzt werden können. Neben der theoretischen Vermittlung haben die TeilnehmerInnen Gelegenheit, die entwickelten Methoden mit unserer spezifischen Weinheimer Didaktik kennenzulernen und auszuprobieren.
Eine ausfĂĽhrliche Auseinandersetzung und Ableitung fĂĽr die Praxis findet in den jeweiligen Vertiefungs- und Wahlseminaren statt.
Systemisches Denken und Handeln I – Beobachtete Systeme
4 Tage
In diesem Seminar werden Ansätze und Methoden der Systemerkennung und SystemÂbeobachtung vorgestellt, die unterschiedliche Strömungen der Familientherapie repräsentieren und heute im Begriff der Kybernetik 1. Ordnung zusammengefasst werden. Hier geht man davon aus, dass Systeme (z. B. Familie, Team, Organisation) objektiv und beobachterunabhängig beschreibbar sowie von auĂźen steuerbar sind (beobachtete Systeme).
- Mehrgenerationale Familientherapie (Boszormenyi-Nagy, Stierlin)
- Entwicklungsorientierte Familientherapie (Satir)
- Strukturelle Familientherapie (Minuchin)
- Strategische Familientherapie (Haley)
- Mailänder Modell (Selvini Palazzoli et al.)
Das Seminar bietet Gelegenheit, die aus den verschiedenen Ansätzen entwickelten MethoÂden praktisch einzuĂĽben.
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Datum/Leitung/Ort |
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Systemisches Denken und Handeln II – Beobachtende Systeme
4 Tage
In diesem Seminar werden systemische Methoden vorgestellt, die sich aus Systemtheorien in Verbindung mit dem Konstruktivismus beschreiben lassen und die heute mit dem Begriff der Kybernetik 2. Ordnung in Verbindung gebracht werden. Hier konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf die Interaktion zwischen Beobachter und beobachtetem System (beobachtende Systeme).
In der systemischen Praxis wird die Rolle des Beraters und Therapeuten und sein Einfluss auf das beobachtete System in den Prozessverlauf mit einbezogen.
- Konstruktivismus (von Foerster, Watzlawick)
- Autopoiese (Maturana, Varela)
- Soziale Systeme (Luhmann)
- Reflecting Team (Andersen)
- Narrative Ansätze (White, Anderson und Goolishian)
- Lösungsorientierter Ansatz (de Shazer, Kim Berg)
Das Seminar bietet Gelegenheit, die aus den verschiedenen Ansätzen und Theorien abgeleiteten Methoden praktisch einzuüben.
Seminar-Nr. |
Datum/Leitung/Ort |
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TeilnahmegebĂĽhr |
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Wir empfehlen, die Reihenfolge Grundlagen I und Grundlagen II einzuhalten.
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